Lesung Bov Bjerg „Auerhaus“
„Im Recorder lief der Song >Our House<“ – angelehnt an diesen Song der Band Madness kommt das „Auerhaus“ zu seinem Namen und der Roman zu seinem Titel. Die Schüler-WG sitzt am Esstisch, hört laut Musik und isst Spaghetti, viel zu sagen haben sich die Jugendlichen noch nicht. Das wird aber nicht so bleiben, denn ihnen steht ein ereignisreicher und unvergesslicher Sommer bevor. Mit diesem Roman gelingt Bov Bjerg eine außergewöhnliche Geschichte über Freundschaft, Glück, Leben und Tod.
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Bov Bjerg liet im Stiftskeller[/caption]
Im Rahmen der Literaturtage Weinstadt hatten die Deutschkurse der Jahrgangsstufe 1 und 2 des Remstalgymnasiums die einmalige Gelegenheit dem Autor zu begegnen und Einblicke in den Roman zu bekommen. Am 10.11.16 ab 11.20Uhr las Bov Bjerg im Stiftskeller – ein besonderes Ereignis in besonderer Atmosphäre.
Schulleiter Herr Wenzke begrüßte das junge Publikum: „Ich habe mich beim Lesen des Romans bei einigen Passagen in meine eigene Schulzeit zurückgesetzt gefühlt. Damals dachten wir auch: wir gestalten unser Leben nach unseren Vorstellungen und können die Welt verändern.“ Schon diese Worte ernteten bei den Schülern Applaus. Dann betrat Bov Bjerg die Bühne. In grauem Hemd, Jeans und schwarzen Sneakern mit orangener Sohle setzte er sich ans Lesepult. Er wirkte sympathisch und bodenständig, keinesfalls unnahbar. Diese Wirkung verlieh ihm die Aufmerksamkeit der SchülerInnen. 70 Minuten Lesung vergingen wie im Flug. Oft lachte das Publikum herzlich, beispielsweise als es um „den F2M2“ ging, den neuen Freund der Mutter des Ich-Erzählers „Höppner“. Auch die Silvesterparty mit „Schwulen, Verrückten und der Oberstufe“ kam beim Publikum gut an. Bjerg verstand es sehr lebendig zu lesen, ohne einen Versprecher und lediglich einem Glas Wasser.
Zum Schluss blieb noch kurz Zeit Fragen zu stellen. Einen Schüler der Jahrgangsstufe 1 interessierte: „Ist der Roman autobiografisch?“ „Der Kern der Geschichte ja“, so Bjergs Antwort, „aber viel ist dazuerfunden“. So steht es auch am Anfang des Romans: Alle Personen sind erfunden, die Handlungen verjährt. Die Veranstaltung war ein voller Erfolg, da der Roman inhaltlich und sprachlich sowohl lesens- als auch hörenswert ist. Ein Dank geht an die Organisation des Stiftskellers, die die Lesung für ein so großes Publikum möglich gemacht hat.
